Lackieren und Restaurieren

Meine Einkaufsliste

  • Fenster- und Tiefengrund
  • Grundierung (je nach Anwendung)
  • Lackspachtel
  • Fenster- und Türenlack
  • Lacke (je nach Anwendung)
  • Antirostgrund
  • Verdünnung (Pinselreinigung)
  • Schleifpapier (180 - 280)
  • Schleifleinen (180 - 280)
  • Schleifklotz
  • Schleifschwamm
  • Schleifmaschine
  • Drahtbürste
  • Spachtel
  • Pinsel (je nach Anwendung)
  • Lackrollen
  • Farbschale für Lackrollen
  • Kreppband
  • Abdeckfolie
  • Gummihandschuh

 

Lacksorten

Kunstharzlacke

Der Vorteil von Kunstharzlacken ist die besonders widerstandsfähige Oberfläche und der sehr gute Verlauf. Im Vergleich mit Acryllacken sind Kunstharzlacke etwas besser zu verarbeiten. Durch ihre gute Verlaufsbasis reichen meist zwei Arbeitsgänge. Für mechanische stark beanspruchte Sitzflächen Tischplatten, Treppengeländer oder Regalböden sind Kunstharzlacke vorzuziehen. Nicht eingesetzt werden sollten Kunstharzlacke beim innenseitigen Beschichten von Möbelflächen oder –teilen.

Acryllacke:

Die mit Wasser verdünnbaren Acryllacke trocknen durch Verdunstung des Wassers. Während des Verdunstens bildet sich der eigentliche Lackfilm, der nach vollständiger Durchtrocknung allerdings nicht mehr durch Wasser anzulösen ist. Acryllacke zeichnen sich durch ihre schnelle Trocknung, hohe Elastizität, hohe Farbtonbeständigkeit und gute Glanzhaltung aus. Sie eignen sich gut, um weniger beanspruchte Flächen wie Sockelleisten, Schränke, Türen oder Türzargen zu lackieren.

Das Werkzeug

Das Werkzeug spielt eine genauso wichtige Rolle beim Lackieren, wie die eigentliche Anstrichtechnik. Das Lackieren mit Pinsel will gekonnt sein. Es bietet sich besonders bei profilierten und schlecht zugänglichen Flächen an. Am besten geeignet für Flächen ist die Rolle. Schaumstoffrollen bieten sich für beide Lacksysteme an. Egal ob Pinsel oder Rolle, die Flächen werden im sogenannten Kreuzgang lackiert, damit der Lack die Flächengleichmäßig bedeckt.

Pinsel und Lackreinigung

Damit die Pinsel und Rollen auch noch weitere Male zu verwenden sind, ist es wichtig, diese nach dem Lackieren gründlich zu reinigen.

Am besten lassen die Kunstharzlacke sich durch Verdünnung entfernen. Die wasserlöslichen Lacke können vor dem Trocknen der Pinsel einfach mit Wasser gereinigt werden.

>Die richtigen Pinsel

1. Pinsel mit Naturhaarborsten: Beim Anstrich mit lösemittelhaltigen Lacken sollten Sie Pinsel mit Naturhaar verwenden.

2. Pinsel mit Kunststoffborsten: Wasserlösliche Lacke werden mit Pinseln aus Kunststoffborsten verarbeitet. Naturborsten würden hierbei aufquellen und nicht sauber genug lackieren. Da Kunststoffborsten eine andere Struktur aufweisen sind sie abriebfester und können die Farbe besser aufnehmen.

So wird’s richtig gut!

Holzflächen richtig lackieren

01: Das Holzteil z.B. eine Tür, auf zwei Blöcke legen. Die Holzfläche säubern, so dass sie fett- und staubfrei ist.
02: Die Holzfläche mit 180er Schleifpapier anschleifen. Unebenheiten oder Beschädigungen mit Spachtelmasse aus-füllen. Nach dem Trocknen diese Stellen nochmals überschleifen.
03: Alle Kanten, Ecken und Überstände dünn grundieren und antrocknen lassen.
04: Danach alle übrigen Flächen mit einer Lackrolle grundieren, trocknen lassen und die Fläche mit 280er Schleifpapier anschleifen und vom Staub befreien.
05: Mit Fenster- oder Türenlack wird ein Zwischenanstrich aufgetragen. Ecken etc. werden mit dem Pinsel und die Flächen mit der Lackrolle bearbeitet. Die Lackierung sollte zuerst senkrecht, danach quer und zuletzt wieder senkrecht auf jeder Bahn verlaufen (Kreuzgang). In der Zwischenzeit darf der Lack nicht trocknen.

06. Nach dem vollständigen Trocknen die Fläche abermals mit 220er - 280er Papier anschleifen und von Staub säubern.

07. Der Schlussanstrich erfolgt mit Fenster-/ Türenlack oder einem Buntlack, ebenfalls im Kreuzgang.

Metallflächen richtig lackieren

01: Sollten Sie neue Metallfläche lackieren, entfernen Sie vor der Bearbeitung die Fettschicht mit Verdünnung. Altes oder rostiges Metall wird zuerst mit der Drahtbürste und Schleifpapier entrostet. Danach den Staub gründlich entfernen und die Roststellen schnell und gründlich bearbeiten, da diese schnell wieder sichtbar werden.
02: Bei neuem Metall die Fläche mit Korrosionsschutz behandeln (Antirostgrundierung). Bei älterem Metall müssen die entrosteten Stellen vor der Grundierung ggf. gespachtelt werden. Nach dem Trocknen die Flächen mit 180er Schleifleinen anschleife und von Staub befreien.
03: Nach dem zweiten Anstrich mit der Grundierung abermals mit 200er Schleifleinen bearbeiten.
04: Die Endlackierung erfolgt mit individuell ausgewähltem Lack für Eisen- und Stahlflächen. Bei anderen Metallen, wie z.B. Kupfer, verzinkten Produkten, Heizkörpern etc. sollten die dafür vorgeschriebenen Lackprodukte verwendet werden.
 

Mehrfarbig lackieren

01: Eine schon vorlackierte Fläche wird mit Kreppband so abgeklebt, dass die zweite Farbe auf die freien Flächen aufgetragen werden kann.
02: Das Kreppband sollte nach dem Anstrich sofort wieder entfernt werden, da ansonsten beim Abziehen bereits angetrockneter Lack mit abgerissen werden kann.
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